Tontraktur

Aus der Erfahrung unserer langen Orgelbautradition und der musikalischen Ausbildung mit ständiger Praxis in der Kantoreiarbeit setzten wir uns sehr intensiv mit der Fertigung der Tontraktur auseinander. Insbesondere aus der Sicht des praktizierenden Kirchenmusikers mit einem hohen künstlerischen Anspruch scheint uns nach Klangqualität vor allem die Übertragung der musikalischen Inspiration des Musikers von der Klaviatur bis zur Pfeife bedeutsam. Nach mancherlei Entwicklungen und Experimenten in der Geschichte des Orgelbaus, nach Mechanik, Pneumatik und Elektrik eröffnen sich uns heute Möglichkeiten in der Fertigung, die die mechanische Traktur selbstverständlich prädiszinieren.

Mechanik Spieltisch

Wir arbeiten mit Präzisions-Trakturelementen, die sich dem Wunsch des Spielers nach möglichst direktem Kontakt zum sich öffnenden Tonventil unterordnen und zudem eine hohe Lebensdauer der meist beanspruchtesten Teile der Orgel garantieren. Darüber hinaus setzen Reduzierung der Trägheits- und Dehnungsmomente Prioritäten.

Die mechanische Tontraktur ist je nach Gesamtanlage und der Spieltischstellung entweder hängend oder mit zweiarmigen Klaviaturen in der Regel als gespannte Traktur konzipiert. Dabei verwenden wir in unserer Firma 1972 entwickelte automatische Trakturspanner im geschlossenen Regelkreis mit dem Orgelwind.

Die mechanischen Funktionsteile, z. B. Winkelärmchen, Wellendocken etc. sind in der Regel aus Weißbuche gefertigt. Die Lagerungen bestehen aus rostfreiem VA-Stahlachsen, die in - für den Orgelbau - nahezu verschleißfreien Präzisionsbuchsen geführt werden.

Die Abstrakten werden aus feinjähriger Fichte gefertigt. Die Verbindungen erfolgen unter Verwendung von polierten Edelstahldrähten oder auf Wunsch traditionell durch Abstraktendrähte aus Messing. Die Fertigung der Wellenbretter erfolgt aus Massivholz bzw. als Rahmenkonstruktion.

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