Voigt-Orgel in der evangelischen Kirche Grimmen

Gerhard Kaufeld (Organist am Dom zu Greifswald) über die neue Orgel in Grimmen

Dank der vorzüglichen Spielbarkeit auch bei gekoppelten Manualen kann eine Fülle von Klangmöglichkeiten hergestellt werden, für die man Jahre benötigen wird, sie herauszufinden. Neben den charaktervollen Oktavregistern möchte ich doch noch die drei Mixturen erwähnen. Jede einzelne ist für den ihr zustehenden Klang im entsprechenden Werk hervorragend gelungen, und doch verbinden sie sich vorzüglich untereinander. Gleiches gilt auch für die Sesquialtera, die sowohl als Soloregister wie auch im Pleno aufgrund der Mensurierung und der Intonation verwendbar ist.

Jedes Register hat seinen unverwechselbaren Klang. Trotzdem verbinden sie sich miteinander. Dies war meine Vorstellung von der Dreimanualigkeit dieser Orgel. Die daraus entstehenden vielfältigen Klangkombinationen haben Sie dank Ihres Einfühlungsvermögens bestens zustandegebracht.

Wie schade, daß ich nicht mehr Kirchenmusiker in Grimmen bin.

Gerhard Kaufeld
Greifswald, 01. November 1992



Dr. Dietrich W. Prost (Kirchenmusikdirektor und Orgelsachverständiger/Stralsund) über die neue Orgel in Grimmen

Die Intonation der Orgel spürt den Klangabsichten der Disposition sensibel nach und erreicht die angestrebten Klänge vortrefflich.

Klangduplizitäten wurden, gerade auch bei Registern gleicher "Klangfamilien", erfreulich vermieden und dadurch Vielfältigkeiten erreicht, die die relativ geringe Registeranzahl vergessen lassen. Ein besonderes Lob gilt dem unterschiedlichen Klang der unterschiedlichen Mixturen. Die Mitteldeutsche Orgelbauanstalt hat sich im Künstlertum von Format ausgewiesen.

Dr. Dietrich W. Prost
Stralsund, 02.10.1992


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