Stimmen zur neuen Voigt-Orgel in der evangelischen
St. Nikolai-Kirche Bad Liebenwerda

Wieland Meinhold (Komponist and Organist/ Mühlhausen) über die neue Orgel in Bad Liebenwerda

Es ist der unverwechselbare Charakter, der die Instrumente der Bad Liebenwerdaer Orgelbauerfamilie Voigt zum sympathischen Erlebnis werden läßt. Und es ist zweifellos richtig, im Firmennamen das Wort "Mitteldeutsch" zu führen. Tatsächlich vereinen Voigt-Orgeln sowohl sächsisch thüringische als auch brandenburgische Traditionen, und das in gelungener Synthese. Da wird schon beim Blick auf die Dispositionen der Wille zur Farbigkeit offenbar. Daß er sich im akustischen Erleben wiederfindet, dürfen Interpreten und Hörer gleichermaßen dankbar zur Kenntnis nehmen. So prägen sich zunächst das Lieblich-Runde der Flötenregister, die vornehme, nie aufdringliche Kontur der Linguale und Klangkronen ein. Principalstimmen bei Voigt-Orgeln sind mir immer warm und wohlklingend in Erinnerung geblieben. Last but not least: Der Spielkomfort läßt nichts zu wünschen übrig; angenehmer Druckpunkt der Spieltraktur, exakter Tastengang und vor allem eine ins Auge fallende Noblesse Voigt'scher Spieltische dürfen hier erwähnt werden. Immer hat es die Liebenwerdaer Firma exzellent verstanden, technische Neuerungen dezent zu integrieren.

Die Art der emphatischen Lobreden wie zu Zeiten Voigts berühmter Vorgänger Silbermann, Wagner und Trost gehören der Vergangenheit an. Jedoch darf und muß es hier gestattet sein, den Orgelbauern der Mitteldeutschen Orgelbauanstalt anläßlich ihres 90. Firmenjubiläums aufs herzlichste zu gratulieren. Möge es in Zukunft weiterhin mannigfaltige Gelegenheiten geben, das unter Beweis stellen zu können, was ihre Arbeit bisher auszeichnete: hervorragende handwerkliche Solidität und erfreulicher Mut zum Experiment.

Wieland Meinhold
Oktober 1995


Prof. Myung Ja Cho (Prof. an der Yonsei Universität Seoul/R. o. Korea) über die neue Orgel in Bad Liebenwerda

When I visited Bad Liebenwerda last winter, I heard Mr. Voigt played St. Nikolai Kirche organ. I remember the organ sound was so pleasing. Every stop spoke clearly and had distinctive quality. All voices were carried clearly in contrapuntal texture. Also the organ produced rich sonority. I have no doubt that organists can freely play any repertoire in various styles which cover all periods and regions on this organ.

Seoul, Mai 1997
Prof. Myung Ja Cho


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